16. ITF-Turnier beim HTV: Jugendturnier der internationalen Spitzenklasse auf der Rosenhöhe

Sonntag - 7. Tag (Finalspiele Einzel und Abschlusszeremonie): Linda Berlinecke sorgt für deutschen Einzelsieg
Linda Berlinecke vom TC Grün-Gold Wolfsburg hat das Juniorinnen-Finale im Aufeinandertreffen der Nummern sechs und sieben der Setzliste nach einem engen ersten Satz sicher 7:6, 6:3 gegen die Slowakin Zuzana Luknaróvá gewonnen. Die Niedersächsin sorgte damit für den ersten deutschen Sieg auf der Rosenhöhe.
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Siegerin Linda Berlinecke                       Zuzana Luknarova (2. PLatz)              (v.l.) K. Holert, M. Nowak, Turnierdirektorin Uta Tschepe, S. Roma, H. Melander  

Sieger Pablo Carreno-Busta                   Richard Becker (2. Platz)                                  (v.l.) K. Konfederak, M. Astorga, A. Puget, J. Obry,
                                                                                                                                            Jürgen Weil (Stadt Offenbach), U. Tschepe

Kurz vor dem Endspiel-Sieg stand bei den Junioren auch der ungesetzte Richard Becker vom Bielefelder TTC. Bei einer 1:6, 6:4, 5:4-Führung und eigenem Aufschlag gegen den Spanier Pablo Carreno-Busta stoppte den Ostwestfalen eine Verletzung am linken Knöchel. HTV-Physiotherapeut Olaf Diekmann half mit Eis und tapte fachkundig, doch erwies sich das Handicap als zu schwerwiegend. Becker hielt gegen die Nummer neun zwar tapfer durch, konnte das 5:7 im dritten Satz gegen den auf der ITF-Rangliste fast 200 Plätze besser postierten Iberer aber nicht mehr verhindern.
Für einen kompletten deutschen Triumph bei den Mädchen sorgten Katharina Holert und Mara Nowak vom TC Rot-Weiß Wahlstedt in Schleswig Holstein durch ihren 6:4, 7:6-Erfolg gegen die schwedische Kombination Hilda Melander/Sandra Roma. Bei den Junioren setzten sich die Franzosen Julien Obry/Adrien Puget gegen das lateinamerikanische Duo Mauricio Astorga/Kevin Konfederak (Mexiko/Argentinien) 6:7, 6:4, 10:7 durch.
Turnierdirektorin Uta Tschepe (Rossdorf) zog eine positive Bilanz der sechstägigen Veranstaltung: „Wir hatten eine hervorragende Besetzung und die Teilnehmer waren professionell und recht pflegeleicht“. Da hat die Organisationschefin schon andere Erfahrungen gesammelt.
Das Tüpfelchen auf das „i“ setzten die deutschen Juniorinnen mit sechs Spielerinnen im Achtelfinale der Einzelkonkurrenz, vier in der Runde der letzten Acht sowie einem national besetzten Halbfinale zwischen Hessenligaspielerin Valentina Stephan vom BW Bensheim, die mit einer Wild Card an den Start gegangen war, und Linda Berlinecke als Gesamtsiegerin, dazu das Juniorinnen-Doppel aus dem hohen Norden der Republik.
Weder auf der Rosenhöhe noch zuvor in Frankfurt hatte es dies je gegeben. Damen-Bundestrainerin Barbara Rittner veranlasste das zu einem zusätzlichen Tag beim Hessischen Tennis-Verband. Halle in Westfalen, wohin der Nachwuchs-Turnierzirkus am Sonntag in einem eigens gecharterten Bus weiterzog, musste sich gedulden.
Besonders freute sich die HTV-Vizepräsidentin über die Vorstellung der weiteren hessischen Teilnehmerinnen im Hauptfeld. Obwohl Carla Lindlar vom TC Seeheim wie auch Kim Berghaus von der TGS Bieber Offenbach frühzeitig ausschieden, überzeugten sie mit ihrer Leistung und rechtfertigten ihre Wild Cards.
In Geduld wappnet sich der Hessische Tennis-Verband aktuell bei den Junioren. Hier erreichte lediglich Carlo von Hanstein (BW Wiesbaden) die zweite Runde. Für alle anderen hieß es vornehmlich, internationale Erfahrung sammeln.
„Wir beobachten hier insbesondere die Jahrgänge 1993 und ´94“, sagt Uta Tschepe in ihrer Funktion als Landesjugendwartin. Diese freilich waren, wie beispielsweise der Deutsche U 14-Hallenmeister Jannis Kahlke aus Marburg, gegen die durchweg ältere und deutlich weiter entwickelte Konkurrenz noch in manchen Belangen im Hintertreffen.
„Es sind unsere Perspektiv-Leute. Wir versprechen uns einiges von ihnen“, hat Uta Tschepe schon die nähere Zukunft im Auge. Nicht zuletzt sollten sie auch sehen, wohin man mit zielgerichtetem Einsatz und der richtigen Einstellung in zwei bis drei Jahren kommen kann.
Dr. Anne Lange (Pressebüro ITF) - 16. Juni

Samstag - 6. Tag (Halbfinale Einzel und Finalspiele Doppel): Valentina Stephan verliert im Halbfinale
Valentina Stephan (BW Bensheim) hat ihr Halbfinalspiel gegen Linda Berlinecke (Pos. 6) vom TC Grün-Gold Wolfsburg 6:4, 0:6, 1:6 verloren und ist damit als letzte hessische Teilnehmerin ausgeschieden. Vor allem im zweiten und dritten Durchgang merkte man die fehlende Matchpraxis und den Kräfteverschleiß im ersten großen Turnier nach dem Abitur deutlich. So nutzte es nichts, dass sich die Siebzehnjährige immer wieder selbst zur Ordnung rief.
Linda Berlinecke spielt am Sonntag um 10 Uhr im Finale gegen die Slowakin Zuzana Luknárová (Pos. 9), die gegen die burschikose Polin Sandra Zaniewska unangefochten 6:0, 6:2 gewann.
Aus deutscher Sicht ist das hochklassige Turnier nicht nur durch dieses Halbfinale der Juniorinnen ein großer Erfolg. Mit Richard Becker vom Bielefelder TTC wird auch das Junioren-Endspiel mit deutscher Beteiligung ausgetragen (6:1, 6:3 über den chilenischen Mitfavoriten Cristobal Saavedra-Corvalan). Gegenüber steht ihm der Spanier Pablo Carreno-Bosta (6:3, 7:5 über den Argentinier Kevin Konfederak).
Zudem bleibt der Titel im Mädchen-Doppel in Deutschland. Er ging an die schleswig-holsteinische Kombination Katharina Holert/Mara Nowak vom TC Rot-Weiß Wahlstedt. Das Duo bezwang die Schwedinnen Hilda Melander/Sandra Roma 6:4, 7:6.
Im Junioren-Doppel setzten sich in einem spannenden Spiel die französischen Vertreter Julien Obry/Adrien Puget erst im dritten Satz im Match-Tie-Break 6:7, 6:4, 10:7 durch.
Dr. Anne Lange (Pressebüro ITF) - 15. Juni

Freitag - 5. Tag (Viertelfinale Einzel und Halbfinale Doppel): Deutsches Halbfinale bei den Mädchen
Valentina Stephan hat sich zum Hecht im Karpfenteich entwickelt und ihren Teil zu einem deutschen Halbfinale beigetragen. Die Top-Kaderathletin des HTV zog durch einen 7:5, 6:1-Sieg über die Schwedin Sandra Roma zu ihrer eigenen Überraschung in die Runde der letzten Vier ein.
Eine längere Regenpause nach dem ersten Satz schien der Wiesbadenerin gerade recht zu kommen. Danach stellte sie sich deutlich besser auf das Spiel der Linkshänderin mit ihren zahlreichen langen, hohen Bällen ein und konterte ihrerseits mit variablen Aktionen, nämlich schnelle Bälle von Grundlinie zu Grundlinie ebenso wie konsequent vorgetragene Angriffe am Netz und punktgenaue Stops.
In der Vorschlussrunde trifft die Wiesbadenerin heute mit Linda Berlinecke vom GG Wolfsburg auf eine alte Bekannte. Gegen die Pos. 6 der Setzliste hatte Valentina Stephan vergangenes Jahr in Ludwigshafen das Finale der Deutschen U 16-Meisterschaft verloren. „Das gibt Revanche“, freute sich die Siebzehnjährige.
Damit steht gleichzeitig fest, dass am Sonntag auf jeden Fall eine deutsche Spielerin das Endspiel bestreiten wird. Zeitgleich spielen Katharina Holert und Mara Nowak (beide TC RW Wahlstedt/Schleswig-Holstein) das Doppelfinale der Juniorinnen gegen die Schwedinnen Hilda Melander/Sandra Roma.
Bei den Junioren ist Richard Becker vom Bielefelder TTC als einziger Deutscher übriggeblieben. Mit dem Österreicher Dominik Wirland räumte er bereits den zweiten Gesetzten aus dem Feld, musste aber auch schon das dritte Mal in den dritten Satz gehen. Ausgeschieden ist der topgesetzte Stuttgarter Cedrik-Marcel Stebe.
Dr. Anne Lange (Pressebüro ITF) - 14. Juni

Donnerstag - 4. Tag (Achtelfinale Einzel und Viertelfinale Doppel): Valentina Stephan im Viertelfinale
Valentina Stephan von BW Bensheim ist zur Freude der hessischen Fans ins Viertelfinale eingezogen. Die siebzehnjährige Kaderspielerin des HTV besiegte in der dritten Runde Christina Shakovets von BW Oberweier sicher 6:2, 6:3.  Sie rechtfertigte damit die Wild Card, die ihr Turnierdirektorin und HTV-Vizepräsidentin Uta Tschepe für das Hauptfeld gegeben hatte.
Auf Grund ihres Abiturs an einer internationalen Schule in Spanien in diesem Frühjahr hatte Valentina Stephan nur wenige Turniere gespielt. Ihr aktueller ITF-Ranglistenplatz hätte nicht für eine direkte Notierung im 48er-Hauptfeld gereicht. Stephan selbst hatte wegen ihrer fehlenden Matchpraxis nicht mit einem solchen Abschneiden gerechnet. Allerdings machten sich eineinhalb Jahre auf der Tennis-Akademie des ehemaligen Damen-Bundestrainers Klaus Hofsäss deutlich bemerkbar und kompensierten manches.
Mit Valentina Stephan erreichten zwei weitere deutsche Spielerinnen die Runde der letzten Acht, was die Aussage von Damen-Bundestrainerin Barbara Rittner unterstreicht: „Hier spielen die besten Deutschen“. Weitergekommen sind auch Linda Berlinecke (Pos. 6 der Setzliste) vom GG Wolfsburg mit einem Dreisatz-Erfolg gegen Beatrice Gumulya (Pos. 10) aus Indonesien sowie die ungesetzte Lena-Marie Hofmann vom GW Luitpoldpark München in zwei knappen Sätzen gegen Sina Haas (Pos. 16) von der MTG Blau-Weiß Mannheim.
Im Rennen befinden sich zudem noch eine Indonesierin, eine Niederländerin (Quirine Lemoine gegen Berlinecke), eine Polin (Sandra Zaniewska gegen Hofmann), eine Slowakin und eine Schwedin (Sandra Roma gegen Stephan).
Bei den Junioren nehmen es noch zwei Deutsche mit der internationalen Konkurrenz auf. Cedrik-Marcel Stebe vom WR Stuttgart hatte gegen Leandros Georgoudas vom DTV Hannover erstmals Probleme und musste im zweiten Satz in den Tie-Break. Richard Becker vom Bielefelder TTC bestritt sein zweites Dreisatz-Spiel und warf mit dem Franzosen Julien Obry die Pos. 11 aus der Konkurrenz.
Mit im Boot sitzen noch zwei Österreicher (darunter Dominik Wirlend gegen Becker), ein Argentinier, ein Chilene, ein Franzose und ein Spanier (Pablo Carreno-Bosta gegen Stebe).
Dr. Anne Lange (Pressebüro ITF) - 13. Juni

Mittwoch - 3. Tag (2. Runde Einzel-Hauptfeld und Doppel): Valentina Stephan für Hessen im Achtelfinale
Die dritte Runde an diesem Donnerstag wird mit reichlich deutscher Beteiligung ausgetragen. Ins Achtelfinale zogen fünf Junioren und sechs Juniorinnen mit Startberechtigung für den DTB ein, darunter mit Valentina Stephan auch eine Hessin.
Die Wiesbadenerin, die für den BW Bensheim startet, gewann in drei Sätzen 6:4, 4:6, 6:1 gegen die Marokkanerin Nadia Lalami Laroussi und machte sich dabei vor allem in zweiten Durchgang das Leben selbst schwer. Man merkte jedoch deutlich, wie sehr sie sich im Tennis-Camp des ehemaligen Frauen-Bundestrainers Klaus Hofsäss in Marbella verbessert hat.
In der Runde der letzten Acht wartet mit Christina Shakovets vom BW Oberweier an diesem Donnerstag ein deutsches Talent. Shakovets eliminierte mit Mariya Malkhasyan aus der Ukraine die Nummer elf der Setzliste. Bundestrainerin Barbara Rittner dürfte diese Begegnung mit besonderer Aufmerksamkeit verfolgen.
Zu Ende ist das Turnier für Carla Lindlar vom TC Seeheim. Nach einem offen gestalteten ersten Satz, den sie erst im Tie-Break verlor, konnte die Südhessin gegen die Niederländerin Quirine Lemoine nicht mehr entscheidend dagegenhalten. Ausgeschieden ist auch der Wiesbadener Carlo von Hanstein (BW Wiesbaden) gegen Dominik Schulz vom TC Großhesselohe München.
Dr. Anne Lange (Pressebüro ITF) - 12. Juni

Dienstag - 2. Tag (1. Runde Einzel-Hauptfeld und Doppel): Drei Hessen in der zweiten Runde
Aus Acht mach Drei. Das war – kurz gefasst – aus hessischer Sicht das Ergebnis der ersten Hauptfeld-Runde am 1. Hauptfeldtag. Von fünf Junioren befindet sich noch einer im Wettbewerb, von drei Juniorinnen immerhin noch deren zwei. Und fast wären es alle drei gewesen.
Am enttäuschendsten verlief der Tag vermutlich für die Offenbacherin Kim Berghaus. Die Fünfzehnjährige von der TGS Bieber lieferte der noch etwas jüngeren Russin Daria Gavrilova ein engagiertes Match mit schnellen und auch langen Ballwechseln, das sie erst im dritten Satz verlor (3:6, 4:6, 3:6) und danach ihrem Ärger freien Lauf ließ.
Feine Leistungen zeigten Carla Lindlar vom TC Seeheim und die frisch gebackene „Einser“-Abiturientin Valentina Stephan vom BW Bensheim mit je zwei sicheren Erfolgen gegen die Ungarin Vanda Lukacs (6:2, 6:2) beziehungsweise die Neuseeländerin Katherine Westbury (6:1, 6:0), die beide in der Weltrangliste um mehrere hundert Plätze vor ihren Gegnerinnen stehen.
Bei den Junioren hält nur noch der Wiesbadener Carlo von Hanstein, der bei den Junioren für den TC Diedenbergen spielt, nach seinem Zweisatzsieg (6:4, 6.3) über den Letten Davis Vitols die hessische Fahne hoch. Lospech hatten der Deutsche U-14-Hallenmeister Jannis Kahlke aus Marburg und der Bad Homburger Hendrik Bertrams, die jeweils auf gesetzte Spieler trafen. Auch Constantin Christ vom TC Diedenbergen und Nils Brinkmann vom TC Olympia Lorsch, der als Lucky Loser ins Hauptfeld gerutscht war, konnten gegen deutlich bessere Gegner nicht viel ausrichten. Alle hatten jeweils klar in zwei Sätzen das Nachsehen.
Dr. Anne Lange (Pressebüro ITF) - 11. Juni

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Carla Lindlar (TC Seeheim)               Valentina Stephan (BW Bensheim)     Cedrik-Marcel Stebe (Favorit)             Carlo von Hanstein (BW Wiesbaden)

Montag - 1. Tag (Qualifikation): Hessische Talente sammeln Erfahrung
Das 16. Internationale Junioren-Tennis-Turnier der Kategorie 1, das der Hessische Tennis-Verband seit diesem Montag auf der Offenbacher Rosenhöhe ausrichtet, stand am Qualifikationstag für die hessischen Talente vornehmlich unter dem Motto „Erfahrung sammeln“. Von hessischen Junioren und Juniorinnen schaffte niemand die dritte Runde und damit den Einzug in das Hauptfeld
Jeweils eine Runde gewannen Viktoria Kraus vom SC Safo Frankfurt und Nils Brinkmann vom südhessischen TC Olympia Lorsch. “Vicky“ Kraus besiegte die Australierin Alexandra Cannizzaro in drei Sätzen, Brinkmann warf in einem hessischen Vergleich den Bad Homburger Oliver Rozehnal in zwei Durchgängen aus dem Rennen. Danach war gegen die Slowakin Lucia Vrskova beziehungsweise Thorsten Bertsch von der MTG BW Mannheim (Baden) Endstation.
Über die erste Runde nicht hinaus kamen bei den Mädchen Felicitas Kastner (TC Seeheim), Linda Prenkovic (SC 1880 Frankfurt), Jana Clößner (TGS Bieber Offenbach), Natalie Pröse (Ober-Mörler TC) sowie Valeria Podsosonnaya aus Belarus und Dominika Hajkova (Tschechische Republik), die beide für den TC Eichenzell bei Fulda spielen. Bei den Jungs war das Turnier für Martin und Stefan Florea (beide TSG Bürgel Offenbach), Florian van Kann (SC 1880 Frankfurt), Rafael Berghaus (TGS Bieber Offenbach), Niklas Herbring, Julian Lenz, Oliver Rozehnal (alle TC Bad Homburg) und Christopher Janssen (BW Wiesbaden) gleich mit dem Auftaktmatch beendet.
Einschließlich der Qualifikation sind junge Talente aus rund 50 Nationen am Start.
Dr. Anne Lange (Pressebüro ITF) - 10. Juni

Vor Turnierbeginn
Die Turniersprache ist Englisch. Eine Ahnung davon, warum die wohl internationalste aller Sprachen bei derlei Anlässen durchaus Sinn hat, gewinnt man beim Blick in die Teilnehmerliste des 16. ITF-Junioren-Turniers der Kategorie I vom 9. bis 15. Juni in Offenbach. Eine Woche vor dem Sign-In für die Qualifikation standen Spielerinnen und Spieler aus 46 Nationen auf der „Acceptance List“, zu deutsch: Zulassungsliste.
Bei 64 Jungen und 48 Mädchen für das Hauptfeld, das am 10. Juni startet, sowie  32 beziehungsweise 24 Teilnehmern an der Qualifikation tags zuvor bedeutet dies – rein statistisch gesehen – 3,6 Vertreter pro Nation. Was neckische Theorie ist, mit der Praxis aber nicht Schritt halten kann.
Vielmehr verrät ein Blick in die Listen, dass eine Fülle von Nationen mit nur einem oder zwei Spielern vertreten ist. Als da wären die Dominikanische Republik, Hongkong, Kasachstan, Kolumbien, Lettland, Litauen, Mazedonien, Serbien, Slowenien, Taiwan oder Usbekistan. Sie zeigen nicht nur an, dass Tennistalente auch aus kleinen Ländern kommen können, sondern sie spiegeln zumindest teilweise auch die politischen Veränderungen der jüngeren Vergangenheit wider.
Nimmt man Australien und Neuseeland, Indonesien, Thailand und Südafrika hinzu, treffen sich bis auf die Antarktis und die USA Tennisjunioren aus der ganzen Welt auf der Rosenhöhe. Es wird zwar nicht unbedingt die allererste Garnitur sein – die bereitet sich bereits auf Rasen auf das Grand Slam-Turnier in Wimbledon vor -, aber diejenigen, die auf dem Sprung dazu stehen. Mit der Thailänderin Noppawan Lertscheewakam und dem Mexikaner Cesar Ramirez haben bei den Mädchen wie bei den Jungen auf den Spitzenpositionen aktuell immerhin jeweils die Nummer vier der Junioren-Weltrangliste gemeldet.
 „Eine entscheidende Frage ist auch, wie  dieses Turnier in den individuellen Wettkampf-Kalender passt“, sagt Turnierdirektorin Uta Tschepe (Rossdorf). Wer gerade in Asien oder Amerika unterwegs ist, wird deswegen nicht nach Deutschland jetten. Die Jugendwartin des Hessischen Tennis-Verbandes und damit auch Vizepräsidentin des drittgrößten hessischen Sportfachverbandes kennt die Szene, zeichnet sie doch seit Jahren für die Gesamtorganisation verantwortlich, die ihrem Verband vom Internationalen Tennis-Verband ITF übertragen wurde.
Mit der Zeit hat sich die international erfahrene Cheforganisatorin ein Kompetenzteam von einem guten Dutzend Leuten zusammengestellt, die meist schon jahrelang mit von der Partie sind und wissen, wie „der Hase läuft“. Wichtigste Kriterien: Fachkunde, gute Nerven rund um die Uhr, Galgenhumor, Teamgeist und ein möglichst gutes Englisch. Inzwischen gehört auch Tennis-Manager Dirk Hordorff (Bad Homburg), früher Sportwart des HTV und des Deutschen Tennis Bundes, als weiterer Turnierdirektor dazu.
Wie in den vergangenen Jahren stellt der HTV das Turnier auf der Rosenhöhe auf die Beine. Mit seinem Landesleistungszentrum als Dreh- und Angelpunkt. sowie den benachbarten Clubs TC Rosenhöhe und TC Waldschwimmbad als tatkräftigen Helfern, die ihre Plätze für Training und Spiel zur Verfügung stellen. Mit den Fitness- und Entspannungsmöglichkeiten im eigenen Kraftraum, im Wald vor der Haustür sowie dem Waldschwimmbad nebenan optimale Voraussetzungen für ein weiteres gelungenes Turnier.

Dr. Anne Lange (Pressebüro ITF) am 05. Juni 2008